Meine wichtigsten Fotos aus 2013 – und ihre Geschichte

2013 war kein aufregendes Fotojahr. Trotzdem gab es ein paar Bilder, die ich mir immer noch gern anschaue und die zu meinen heimlichen Favoriten gehören – auch wenn diese Vorliebe in dem einen oder anderen Fall niemand teilen kann. Hier also meine Sammlung der „ungefähr 9-12 zweitschönsten Bilder des Jahres 2013, an denen ich aus irgendwelchen Gründen einen Narren gefressen habe.“

Fotos für eine Sammlung auswählen fällt mir immer superschwer. Da können aus den geplanten Top 10 auch mal schnell Top 273 werden, weil ich mich nicht entscheiden kann, welches Foto mir nun eigentlich besser gefällt: Das fotografisch perfekte Bild mit toller Linienführung, das aber irgendwie langweilig ist? Das mit der doofen Frau mit Einkaufstasche im Vordergrund, wo aber die alte Frau im Hintergrund einen einzigartigen Gesichtsausdruck hat? Oder das fotografisch Unspektakuläre, auf dem man aber super die beiden Bauwagen sehen kann, in denen wir im Sommer 10 Tage gewohnt haben?

Was tun? Klarer Fall – klare Auswahlkriterien müssen her! In diesem Fall heißt das: Bilder, die ich mir gerne anschaue, obwohl sie nicht perfekt sind. Oder zu denen ich eine Geschichte erzählen kann. Los geht’s.

Mann und sein Schatten in Dubai
Dieses Bild aus Dubai ist einer meiner absoluten Favoriten. Weil die harten Schatten zeigen, wie heiß es war. Weil ich die Körperhaltung des Mannes mag und die flatternden Tauben und die verschiedenen Linien und Formen im Bild – ja, und sogar die modernen Geschäfte im Hintergrund!
(Mit meiner Vorliebe für das Bild stehe ich übrigens relativ allein da. Was sagst Du dazu?)

 

Pakoras
Hier sind wir mit einem „Hop on, hop off“-Bus durch Dubai gefahren. Wir waren fast immer spät dran, weil wir uns in den riesigen Malls (die man aber ja mal gesehen haben muss) verirrt haben. Und wir waren hungrig – keine Zeit zum richtig Essen gehen, und preiswerte und vor allem ortstypische Snacks auf die Hand waren Mangelware. Undgefähr 5 Minuten vor Abfahrt des Busses nach Ichweißnichtwohin habe ich in dieser kleinen Garküche für umgerechnet 1,50 EUR eine große Papiertüte mit fettigen, frischen Pakoras bekommen – also allerlei Gemüse, Kartoffeln und Bananen in Backteig fritiert. Ich war selig – und habe den Pakoramann gleich gefragt, ob ich ein Foto machen darf.

 

Tänzerin

Wartend
Ein Hoch auf den Vorsatz, immer eine Kamera dabei zu haben! In diesem Fall war es Gold wert, so konnte ich nämlich auf einem meiner alltäglichen Wege in Leipzig von einem Fremdshooting profitieren (sorry, lieber Fremdshootingfotograf.) Diese Dame tanzte anmutig zwischen den Straßenbahnen am Goerdelerring herum und ermöglichte mir damit gleich zwei fotografische Jahreshighlights (und vielleicht noch ein paar weitere, die bisher noch unbeachtet und unbearbeitet auf der Festplatte auf ihren großen Auftritt warten.)

 

Libelle
Ahhhhh…Sommer. Dieses Bild steht für ein lieb gewonnenes Sommerritual: Spätestens um 18 Uhr Feierabend machen, damit man das Kaffeefahrrad noch erwischt, ab in den Clara-Zetkin-Park – und mit Buch und Sojalatte auf die Parkbank, auf die Wiese, ans Seeufer. Und dann eine kostbare laue Abendstunde genießen, bevor der Park den Mücken gehört.

 

Zwei Äpfel
Im heißen Sommerurlaub in den italienischen Marken habe ich viele Bilder gemacht – aber die beiden selbst geernteten Äpfel ziehen immer wieder meinen Blick auf sich – weil sie so friedlich und still aussehen.

 

Mädchen mit pinkfarbenem Kleid
An diesem Bild stimmt nichts – man kann das Mädchen gar nicht richtig sehen, weil sein Gesicht im Schatten liegt. Der Kopf wird gefühlt durch die Bordsteinkante abgeschnitten. Das Kind latscht auf der falschen Seite aus dem Bild raus statt rein. Und trotzdem! Diese Körperhaltung und Leichtigkeit… ich kann nicht anders, mir gefällt’s.

 

Stilpirat und ich, unbearbeitet
Ich habe im Kopf eine Liste von Leuten, die ich gern mal persönlich treffen möchte. Diese ist seit Sommer 2013 um einen Punkt kürzer, denn da durfte ich den Stilpiraten kennenlernen – bei einem sehr unterhaltsamen Abend im Café Waldi im Rahmen der Followertour. Am Ende des Abends wollten alle mit ihm fotografiert werden. Fand ich natürlich total affig. (Das Foto wollte ich aber trotzdem.) (Guckt Euch mal mein Grinsen an.)

 

Eisbär im Bett
Dieses Bild hat seinen Platz in der Sammlung aus Gründen. Es zeigt den schönsten Kater der Welt – namens Eisbär – in einem sehr glücklichen Moment im normalerweise verbotenen Bett. Das Foto gehört zu den wichtigen Bildern 2013, weil ich mich leider im Dezember von Eisbär trennen musste. Zum Glück ist er nicht weg – nur woanders.

 

Wohnzimmer mit Katze
Und noch ein Bild aus Gründen! Ein letzter Blick auf den schönsten Tisch im schönsten Wohnzimmer in der schönsten Wohnung der Welt – auch die ist ab März 2014 nicht weg. Sie wird dann nur von jemand anderem bewohnt. Und ich probiere mal was Neues aus.

So – und nun kommt natürlich die wichtigste aller Fragen – welches Bild gefällt Dir am besten und warum? Und welches kannst Du gar nicht leiden? Und hast Du noch Umzugskisten übrig? Deine Antworten auf alle Fragen finden Platz in den Kommentaren.

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