Die Sack-Liste:
Was ich in Berlin noch machen will.

Mehr Farbe!Viele Blogger haben eine Bucketlist oder Löffel-Liste. Das Leben ist kurz, und bei den genannten Listen geht es darum, festzuhalten, was man in seinem Leben noch machen will, bevor man den Löffel abgibt bzw. den Bucket (Eimer) kickt.

Mein nahes Ableben liegt hoffentlich noch in weiter Ferne. Zur Zeit genieße ich noch für knapp 2 Wochen den Sommer in Berlin. Und habe viele Pläne und Ideen. Große, kleine, aufregende, stille, geheime, witzige, ernsthafte, bunte und leidenschaftliche. Für meine Zeit in der Stadt, bevor ich hier in den Sack haue und mich wieder auf die Autobahn Richtung Leipzig schwinge. Voilá: Willkommen auf meiner Berliner Sack-Liste!

Diese wird erweitert, wann immer mir etwas einfällt, und bekommt ein Update, sobald ein Punkt erlebt und damit erledigt ist. Beweisfotos findest Du, sofern vorhanden, in der Fotogalerie am Ende dieses Beitrags. Und jetzt: Ab zur Liste!

Was ich in Berlin alles noch machen will:
(ohne besondere Reihenfolge – einfach wie es mir eingefallen ist.)

1. Mit ’nem Kahn über die Spree schippern.
Erledigt am 27.6. Herrlich war’s, Herr Kapitän!

2. Wäsche waschen im Waschsalon.
Erledigt am 29.6. in der Lavanderia in Friedrichshain, wo man übrigens auch sehr gut und in Ruhe arbeiten kann. Just während ich diesen Beitrag schreibe und dabei einen frischen Minztee mit Honig trinke, dreht sich meine Wäsche fröhlich im Trockner! Note to self: Mit dem Auto mittags von Neukölln nach Friedrichshain fahren ist trotzdem ’ne schlechte Idee.

3. Eine absolut superentzückende Buchhandlung finden. (Vorschläge werden gern entgegengenommen)

4. Aufs Tempelhofer Feld gehen und keinen Sonnenstich kriegen.
Punkt teilweise am 25.6. erfüllt, nächstes Mal bitte ohne Punkt 2.
Und nochmal erfüllt am 30.6. Diesmal komplett. Merke: Die Gefahr eines Sonnenstiches verringert sich deutlich, wenn der Besuch des Tempelhofer Feldes nach 21 Uhr stattfindet.

5. Über den Wochenmarkt am Maybach-Ufer schlendern.

6. Einen Flohmarkt besuchen.

7. Im Bett Sushi essen.
Erledigt am 21.6. und 28.6. – dank Hochbett allerdings am Schreibtisch.

8. Tatort in ’ner Tatort–Kneipe gucken.

9. Einen Friedhof besuchen.

10. An einer offenen Yogastunde teilnehmen.

11. Asiatisch essen.
Diesen Punkt habe ich bereits in der ersten Woche mehrmals freudig übererfüllt – mit einem Tofu-Curry im berühmten HAMY sowie 2 Mahlzeiten beim Vietnamesen im Graefekiez, wo es sehr leckeres täuschend echtes Fakefleisch gibt. Meine Motivation ist in dieser Hinsicht grenzenlos.

12. Zum Sommer/-Freiluftkino gehen
Erfüllt am 28.6. mit „Still Alice“ im Freiluftkino im Volkspark Friedrichshain

13. Beim CSD dabeisein
Erfüllt am 27.6. – nach einer herrlichen Bootsfahrt über die Spreekanäle wurde ich samt Besserer Hälfte an der Kottbusser Brücke wieder an Land gelassen, und von dort war es nur ein Katzensprung zur Oranienstraße & zum Kreuzberger CSD, wo wir von mürrischen Kellnern, einem kleinen Umzug, sehr mitreißender Musik und ergiebigen Regengüssen überrascht wurden!

14. Ins Hamam gehen
Erfüllt am 24.6. im türkischen Bad in der Schokofabrik – auch wenn der Name es vermuten lässt, wurde leider nicht in heißer Schokolade gebadet. Es war aber trotzdem wunderschön und tiefenentspannend.

15. Baden gehen

16. Blockflöte üben am offenen Fenster
Mehrmals erfüllt in Woche eins – und die Nachbarn, die immer auf dem Balkon nebenan sitzen und rauchen, können die Sonate von Pepusch jetzt auch auswändig.

17. In den Zoo gehen
Erfüllt am 2.7. Bezeugen können das 7 Lamas, 3 Giraffen, 3 Kamele, ein Haufen Pinguine, Löwenmann und Löwenfrau, ein Flusspferd, diverse Hirsche und Bisons, ein Yak, ein Eisbär, ein Braunbär, 2 Wölfe, 3 Vikuñas, 5 Nasenbären, verschiedene Katzen in verschiedenen Größen, die ganze Affenbande, ein Hörnchen, 2 Robben, 2 Geier, eine gackernde Vogelschar mit roten Schnäbeln sowie eine seltsame Mischung aus Känguruh, Ratte und Reh.
Und natürlich die Zoobesucherverköstigungsfachfrau!

18. Im Botanischen Garten herumspazieren

19. Eine Million Fotos vom Fernsehturm machen

20. Im Betahaus arbeiten

21. Auf den Funkturm klettern

22. Asiatisches Streetfood im Thaipark verspeisen (wochenends im Preußenpark!)

23. Den Wasserfall im Victoria Park bestaunen.

24. Beim Bergmannstraßenfest dabei sein.
Erledigt am 28.6. nach ausgiebiger Parkplatzsuche und noch ausgiebigerem Frühstück.

25. Vegan essen.
Am 30.6. erfüllt mit einer Portion „Scrambled Tofu“, einem Hafermilchlatte und einer Portion Kokosmilchreis mit hausgemachtem Apfelkompott und Zimt. Gab’s alles bei NO MILK TODAY – und dazu eine nette, schattige Sitzgelegenheit.

26. Auf ner Wiese liegen und lesen.

Fazit am Anfang der zweiten Woche in Berlin:

Es macht absolut Sinn, eine To-Do-Liste zu veröffentlichen, bei der man die Hälfte der Punkte schon abgearbeitet hat. Das ist überaus motivierend 🙂

Falls Du noch Ideen hast, was ich in Berlin unbedingt erleben soll – rein damit in die Kommentare. Ich freu mich.

Ich halte Dich auf dem Laufenden,
all the best aus Berlin!

Die Textnomadin

PS: Danke an alle Facebook-Freunde, die am Brainstorming für den Namen der Liste beteiligt waren. Es gibt wirklich sehr sehr viele Synonyme für verschwinden:
Die Biege/Fliege/Mücke/Flocke/Flatter machen, sich verpissen, verpieseln, verkrümeln (Krümel-Liste wäre auch schön gewesen), verduften, sich vom Acker machen, abdampfen, abzischen, die Kurve kratzen, die Beine in die Hand nehmen, die Koffer packen, die Hühner satteln, das Weite suchen, Land gewinnen, auf die Socken machen, Leine ziehen, die Platte putzen – oder, wenn es ganz deutlich sein soll: Du siehst mich von hinten, Alter!

PPS: Und hier sind die Bilder.

 

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