Jet-lag is a bitch

Nachmittags um vier habe ich ein kleines Hoch. Denn dann ist es in Kanada zehn Uhr morgens & ich bin endlich wirklich wach. Ich staubsauge die Bude und gehe einkaufen. Einen Kürbis, ein Stück Ingwer. Die üblichen Rosensträuße in weiß und rosa. Zutaten für Maccheroni mit meiner ganz speziellen Tomatensoße. Und für Pain Doree und amerikanische Pancakes. Für den Obstquark hat die Herbstsaison begonnen, das heißt, es gibt jetzt Birnen, Bananen, Äpfel, Trauben anstatt Himbeeren und Wassermelonen.

Mal fühlt man sich wie frisch verliebt. Dann wieder hat man den reinsten Katzenjammer. Hunger nie dann, wenn Essenszeit ist. Und das Schlimme ist nicht, dass man morgens müde ist, sondern dass man abends NICHT müde ist. Und am schlimmsten sind die Nächte, wenn alle halbe Stunde aufwacht und nicht weiß, wo man ist. Man will auf dem Weg zum Klo geschickt dem kleinen Tisch ausweichen, auf dem die beiden Amerikanerinnen im Bett nebenan ihre elektrischen Haarplätter liegen haben, und stößt dabei gegen die Kommode mit den Schals und Handschuhen. Zu Hause. In Deutschland. Verdammt!

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