11 Fragen sollt Ihr sein: Mein erstes, äh, Dings.

Huch! Ich wurde vor ein paar Tagen von einem Stöck…äh, Dings getroffen! Vielen Dank an Anna! 

Wanderstock mit Dino
Original Stockfoto von der Textnomadin.

Ein, äh, Dings ist eine Art virtueller Staffelstab mit schrecklich uncoolem Namen, den sich Blogger gegenseitig weiterreichen. Fängst Du ein äh, Dings, löst Du die damit verbundene Aufgabe (in den meisten Fällen sind Fragen zu beantworten), schreibst einen Artikel darüber und wirfst das Dings dann mit einer variierten Aufgabe (z.B mit neuen Fragen) anderen Bloggern zu.

Das hier aufgetauchte, Stöck…äh, Dings beinhaltet 11 Fragen und trudelt schon seit mindestens November 2013 unter dem Stichwort „Best Blog Award“ im Netz herum – bis es schließlich bei mir landete. Ich freu mich drüber – so komme ich gar nicht erst auf die Idee, das neue Jahr in seliger Faulheit zu beginnen, sondern habe gleich ein Thema für einen ersten Blogartikel.

So. Und jetzt zu den Fragen. Und ihren Antworten!

1. Was bedeutet Abenteuer für Dich?
Nicht wissen, was auf mich zukommt. Mit leichtem Gepäck reisen und dadurch überall zu Hause sein.

2. Mit wem würdest du gerne mal verreisen?
Ich ändere die Frage in „Mit wem wärst Du gern mal verreist gewesen hätten können sein gehabt gehätten“ und antworte:
Mit meinem Großvater (dem Reisefotografen Heinz Held) oder mit seinem großen Vorbild, Ernest Hemingway.

3. Gibt es ein Land oder eine Stadt, in die du nicht reisen würdest?
In Länder oder Städte, die sehr grau/öde/schwermütig/langweilig sind. Und an künstliche Orte oder „Ferienparadiese“, in denen gar keine echten Menschen leben. Ich will auf Reisen in Kontakt mit dem normalen Leben bleiben und am liebsten für eine begrenzte Zeit ein Teil dieses Lebens vor Ort werden – mit Büchereiausweis, Lieblingscafé und allen Schikanen.

4. Mit welchem Transportmittel bist du am liebsten unterwegs?
Für einen hohen Erlebniswert: Immer das Einfachste und Langsamste! Als alte Pilgerin bin ich schon viel zu Fuß gelaufen. Aber auch Bus und Zug sind gut für den Abenteuerfaktor – je klappriger, desto besser. Denn je moderner die Federung des Fahrzeuges, desto speiübler wird mir auf der Fahrt.
Ein alter Fiat Panda mit defektem Stoßdämpfer geht immer, ein neuer Mercedes, in dem man sich fühlt wie auf ’nem alten Sofa, ist ganz schlecht.
Und zum ICE mit Neigetechnik schweige ich lieber vornehm.

5. Erinnerst du dich noch an deinen ersten Urlaubsflirt?
Ich hatte nie Urlaubsflirts – ich meine es ernst mit der Liebe.

6. Welches ist das hässlichste Souvenir, das du je gekauft hast?
Ich kaufe eigentlich keine Souvenirs. Sondern nur Sachen, die ich auch später noch brauchen kann und die mich dann freudig an die Reise erinnern. Die Yogamatte, an der noch Grashalme vom Mont Royal in Montréal haften. Der erfolgreich erfeilschte weiße Kaftan aus Dubai – da fällt mir ein, der sollte eigentlich längst mal gefärbt werden. Naja. Ich wollte eigentlich ein Kleid für Damen kaufen, es gab aber keins für meine Leibesfülle. In seiner Verzweiflung bot mir der Gewandschneider schließlich ein bodenlanges Herrenkleid an: „I made it for a very fat man.“ Schönen Dank auch.

7. Was ist das Schönste, das deine Heimatstadt zu bieten hat?
Mein allerliebster Lieblingsort in Leipzig ist der Zoo. Ich habe eine Jahreskarte und gehe mit meinem Macbook oft auch zum Arbeiten in den Zoo. Es kann also durchaus sein, dass Du mal einen Blogartikel liest, den ich bei einer Tasse Soja-Latte in der Kiwara-Lodge geschrieben habe. Das ist eine fast echte afrikanische Lodge, von deren Terrasse aus man Zebras, Straußen und manchmal Giraffen beobachten oder Spatzen und Raben mit Kuchenkrümeln füttern kann.

Spatz im Zoo
Ein Exemplar der im Leipziger Zoo reichlich vertretenen Spezies der Kuchenfresser.

8. Was ist in deinem Reisegepäck immer dabei?
Etwas zu lesen und mein Tagebuch nebst Stift. Das ist sozusagen ein mobiles Zuhause für mich. Was ich bei weiten Reisen manchmal dabei habe und was hier und da für Aufsehen/freudige Blicke/nette Bemerkungen gesorgt hat, ist ein kleiner, sehr abgewetzter Teddy vom Flohmarkt (Name: Osito) oder ein noch recht gut aussehendes Plüsch-Golden-Retriever-Baby von IKEA (namens Moumou). Wichtige Begleiter im Tagesrucksack sind mein Opinel-Messer, ein SPORK und Reisetabletten (siehe Frage 4.)

9. An wen schreibst du Postkarten?
Ich schreibe gern und viele Postkarten an Freunde & Eltern. Da ich nie alle Adressen mithabe, habe ich bei den letzten zwei Reisen Facebook-Aufrufe gestartet: Postkarte nur gegen Herausgabe der aktuellen Adresse. Das hat Spaß gemacht, denn dadurch habe ich teilweise auch recht abwegigen Leuten geschrieben, mit denen ich sonst nicht so viel zu tun habe. Und es war eine Freude, hinterher zu erfahren, wo überall nach und nach Karten eingetrudelt sind. Dubai-Dänemark hat dabei das Rennen gemacht. Dubai-Hamburg war das Schlusslicht. Dabei sollte man meinen, die beiden seien auf demselben Schiff gereist…

10. Strand oder Berge?
Wald!

11. Warum hast du angefangen, zu bloggen?
Das war 2010. Ich war für 4 Wochen in Kanada und wollte nicht dauernd bei Mutti anrufen 🙂

Geschafft! Fehlt nur noch Teil zwei der Aufgabe:

1. Wonach hast Du Heimweh, wenn Du unterwegs bist?
2. Welche Gewohnheiten hast Du von Reisen mitgebracht?
3. Was macht ein Zuhause zu einem Zuhause?
4. Erzähl mir was über Kaffee.
5. Erzähl mir was über Regen.
6. Erzähl mir was über eine magische Rettung auf Reisen.
7. Stadt oder Land?
8. Was war die längste Strecke, die Du je zu Fuß gelaufen bist?
9. Was brauchst Du unbedingt zum Arbeiten, egal ob zu Hause, im Büro oder unterwegs?
10. Warum reist Du?
11. Wer ist in Sachen Reisen Dein Vorbild? 

Mit diesen Fragen werfe ich das Stöck…äh, Dings mal weiter in die Runde:

An die Janomaden Paul und Kristin.
An Monika, die die Entdecker(g)reise entdeckt hat.
An Jack und Emi, die gern deluxuriös downgraden.
An Elisabeth von Reisemeineslebens.
An den Zenbackpacker Marco.
An Melissa, die ein echter Indojunkie ist.
An Sarah, die sich auch Rapunzel nennt.
An Anne, die mit Rock und Rollkoffer reist.
An Elke, die übers Meer bloggt.
An Ulli, die Fernauslöserin.
Und an meinen (wie ich bei Recherchen feststellte) Texterschmieden-Kollegen Clemens Sehi.

Viel Spaß damit! Ich bin neugierig und freue mich auf Eure Antworten.

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